Als profawo im Jahr 1996 in Zürich gegründet wurde, stand die Schweiz vor einem gesellschaftlichen Wandel. Immer mehr Mütter wollten oder mussten berufstätig bleiben, während gleichzeitig institutionelle Kinderbetreuung noch wenig ausgebaut war. In dieser Situation entstand der Verein profawo unter dem Namen Childcare Service Zürich, der gezielt dafür einsetzte, Familie und Beruf besser miteinander vereinbar zu machen.
Im Zentrum stand zunächst ein praktisches Ziel: berufstätige Eltern – vor 30 Jahren waren es vor allem Mütter - bei der Suche nach verlässlicher Kinderbetreuung zu unterstützen und Unternehmen Lösungen anzubieten, um ihre MitarbeiterInnen weiter anstellen zu können auch als Mütter.
Mitte der 1990er-Jahre war die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Schweiz noch stark von individuellen Lösungen geprägt. Viele Familien organisierten Betreuung über Grosseltern, während institutionelle Angebote begrenzt waren.
Unternehmen begannen jedoch zunehmend zu erkennen, dass qualifizierte Mitarbeitende nur dann langfristig gehalten werden können, wenn sie Familienverantwortung und Beruf miteinander vereinbaren können.
Hier setzte die Idee des Childcare Service an: eine Organisation, die Arbeitgebende und Arbeitnehmende miteinander verbindet und konkrete Unterstützungsangebote schafft.
„Was als einzelnes Projekt begann, entwickelte sich zu einer Organisation, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Schweiz aktiv mitgestaltet.“
Ein entscheidender Faktor für die frühe Entwicklung war die Zusammenarbeit mit Unternehmen. Bereits in der Gründungsphase schlossen sich mehrere grosse Arbeitgeber an, um ihren Mitarbeitenden bessere Betreuungsmöglichkeiten zu bieten.
Zu den ersten Mitgliedsunternehmen gehörten:
Diese Firmen unterstützten das Projekt von Anfang an und ermöglichten damit den Aufbau der ersten Angebote.
Die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und einer gemeinnützigen Organisation war damals ein innovativer Ansatz und legte den Grundstein für das spätere Netzwerk von über 200 Mitgliedsunternehmen.
Zu Beginn konzentrierte sich der Childcare Service vor allem auf Beratung und Vermittlung von Betreuungslösungen für Familien. Schon kurz nach der Gründung folgten konkrete Betreuungsangebote.
1997 wurde in Zürich die erste kids & co Kita eröffnet – ein Meilenstein in der Entwicklung der Organisation. Parallel dazu begann die Vermittlung von Nannys – damals noch als Kinderfrauen bezeichnet - für Familien, die flexible Betreuung benötigten.
Diese Kombination aus Beratung, Vermittlung und eigenen Betreuungsangeboten wurde zu einem wichtigen Bestandteil des späteren profawo-Modells.
Aus dem ursprünglich kleinen Verein entwickelte sich über die Jahre eine Organisation mit nationaler Reichweite. Heute ist profawo eine schweizweit tätige Non-Profit-Organisation, die Unternehmen und ihre Mitarbeitenden bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf während dem gesamten Life Cycle unterstützt. Mit Angeboten wie Kinderbetreuung, Angehörigenbetreuung, Beratungsleistungen, Kursen und 23 Kindertagesstätten erreicht profawo heute hunderttausende Mitarbeitende in Mitgliedsunternehmen in der gesamten Schweiz.