Es gibt Geschichten, die beginnen mit einer grossen Vision. Unsere beginnt mit einem Problem, das viele Eltern bis heute nur allzu gut kennen. Vor 30 Jahren suchte ein Mitarbeiter einer Grossbank am Paradeplatz einen Kita-Platz und fand keinen. Damit stand die richtige Frage im Raum: Wie sollen Eltern Beruf und Familie miteinander vereinbaren, wenn die passende Betreuung fehlt?
Wie alles begann: Eine Idee wird Wirklichkeit
Anstatt lange zu hadern, hatte der Mitarbeiter mit seinem Kollegen von der jungen Wirtschaftskammer Zürich die Lösung zur Hand: er gründete eine Kita und legte damit den Grundstein vom heutigen Verein profawo, damals noch «Childcare-Services».
Die engagierte Gruppe von Eltern merkte damals sehr rasch: Eine Kita ist kein Hüte-Dienst sondern ein Ort, an dem Kinder liebevoll und professionell betreut werden. Dahinter stehen nicht nur engagierte Menschen, sondern hohe Qualitätsansprüche, viel Organisation und eine Finanzierung, die langfristig tragfähig sein muss.
Gemeinsam mit Arbeitgebern neue Wege gehen
Um die Finanzierung stemmen zu können, suchten sie schon früh den engen Austausch mit ihren Arbeitgebern. Denn allen wurde bewusst: Familien brauchen nicht nur gute Betreuung. Sie brauchen Arbeitgeber, die ihre Lebensrealität verstehen. Diese Erkenntnis prägt unseren Weg bis heute. Aus dieser Zusammenarbeit entstand etwas, das bis heute unser grösstes Alleinstellungsmerkmal ist: die Nähe zu den Arbeitgebern.
HR-Abteilungen erleben täglich, welche Herausforderungen Mitarbeitende beschäftigen. Sie wissen, wenn Eltern nach einer Betreuungslösung suchen. Sie hören von kurzfristigen Ausfällen, von Schulferien, von der Belastung zwischen Beruf und Familie oder davon, dass plötzlich ein Angehöriger Unterstützung braucht. Diese Nähe macht sie zu wertvollen Partnern. Gemeinsam konnten wir Bedürfnisse früh erkennen und Angebote entwickeln, die wirklich gebraucht werden.
Mit den Bedürfnissen der Familien gewachsen
So blieb es nicht bei der einen Kita. Ein Netzwerk von Kitas (immer in unmittelbarer Arbeitgeber-Nähe) entstand. Es kamen die Nanny-Vermittlung und der Not-Nanny-Service dazu, um zu unterstützen, wenn das Leben einmal nicht nach Plan verläuft. Mit den Jahren entstanden Ferienprogramme, damit Kinder auch während den Schulferien gut aufgehoben sind. Und weil sich auch die Lebenssituationen der Menschen verändern, begleiten wir seit 2012 Familien nicht mehr nur bei der Kinderbetreuung sondern auch bei der Angehörigenbetreuung. Diese Erweiterung der Dienstleistungen liess Childcare Services zu profawo (pro family work) werden.
Familienmanagement bedeutet mehr als Kinderbetreuung
Immer häufiger übernehmen Mitarbeitende Verantwortung für ihre Eltern, Partner oder andere nahestehende Menschen. Und die Entwicklung unserer Demografie zeigt klar auf, dass sich dieser Trend noch verstärken wird. Klar, dass wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Familienmanagement im grösseren Sinn verstehen. Deshalb gehören heute auch Entlastungsleistungen für Angehörige zu unserem Angebot.
30 Jahre zuhören, verstehen und gemeinsam Lösungen entwickeln
Wenn wir zurückschauen, sehen wir deshalb nicht einfach 30 Jahre Unternehmensgeschichte. Wir sehen Kinder, die inzwischen längst erwachsen sind. Wir sehen Eltern, die dank einer verlässlichen Betreuung ihren beruflichen Weg gehen konnten. Wir sehen Unternehmen, die erkannt haben, dass Familienfreundlichkeit kein Zusatzangebot ist, sondern Teil einer modernen Unternehmenskultur.
Und wir sehen unzählige Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Lösungen. Eigentlich hat sich in all den Jahren erstaunlich wenig verändert. Noch immer hören wir zuerst zu. Noch immer entstehen unsere Dienstleistungen aus dem, was Familien und Arbeitgeber wirklich brauchen.
Und noch immer sind wir überzeugt, dass gute Lösungen dort entstehen, wo Menschen miteinander im Gespräch bleiben.
Danke für 30 Jahre Vertrauen
Wenn wir dieses Jahr unser 30-jähriges Jubiläum feiern, feiern wir deshalb weit mehr als einen Verein. Wir feiern das Vertrauen, das uns Familien und Arbeitgeber seit drei Jahrzehnten schenken. Wir feiern Partnerschaften, aus denen echte Lösungen entstanden sind. Und wir feiern die Überzeugung, dass man den Alltag von Menschen verbessern kann, wenn man ihnen wirklich zuhört.
Vielleicht ist das der schönste Gedanke nach 30 Jahren: Der fehlende Kita-Platz von damals wurde längst gefunden. Doch die eigentliche Lösung war nie dieser eine Platz. Die eigentliche Lösung ist, den Menschen zuzuhören – und gemeinsam mit ihnen immer wieder neue Wege zu finden.
Dafür sagen wir von Herzen Danke.
Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft das zu tun, was wir seit 30 Jahren mit Leidenschaft machen: Menschen entlasten, Familien stärken und gemeinsam mit Arbeitgebern Lösungen entwickeln, die den Alltag ein Stück einfacher machen.